Veranstaltungen

Segeln zwischen Arktis und Antarktis

Lore Haack-Vörsmann, Vollbüttel

05. November 2017

16:00 Uhr

Clubhaus ASC / AYCS / WSVB

FSKB_I_2017_EisbergDie Vortragende nimmt uns mit auf Reisen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Bogen spannt sich über Spitzbergen, Grönland, Alaska, die Südsee, Papua Neu Guinea, über die weitgehend unbekannten San Blas Inseln, Pitcairn und die Osterinseln bis auf die Unterseite der Welt, in die Antarktis zur antarktischen Halbinsel und nach Südgeorgien.

Lore Haack- Vörsmann segelt seit ihrer frühen Kindheit auf Schiffen aller Größen und seit vielen Jahren schon verwirklicht sie ihre Träume und ihre Lust auf immer neue Welt-Erfahrungen. Die Liebe zur See und zur Seefahrt hat Lore Haack-Vörsmann von ihren Eltern geerbt.

FSKB_I_2017_PersonSchon seit ihrer frühesten Kindheit ist die Autorin auf dem Wasser zu Hause. Neben dem weltweiten Fahrtensegeln war es immer schon ein Traum der Autorin, auf einem großen Windjammer zur See zu fahren. Seit 1987 hat sie sich diesen Traum immer wieder erfüllt, zuerst auf der norwegischen Bark „Statsraad Lehmkuhl“ und später auf der russischen „Sedov“, der ukrainischen „Khersones“ oder der holländischen „Europa“. Mit diesen Schiffen hat Lore Haack-Vörsmann als Mitglied der Mannschaft und auch Ausbilderin viele weite Reisen unternommen.
Fast 30 000 Seemeilen hat die Autorin seitdem auf Windjammern zurückgelegt, über 200 000 Seemeilen unter Segeln mögen es weltweit insgesamt sein. Mit ihrer „ORION“ einer 40“ VLIM bevorzugt sie die nördlichen Reviere.

FSKB_I_2017_schiffAuf der „FREYDIS“, der hier am See durch mehrere Vorträge gut bekannten Heide und Erich Wilts, zählt sie zur Stammcrew. Am Ende eines Törns in Kodiak/Alaska schrieb sie ins Logbuch: „Ich fühle mich reich beschenkt durch Euch, Eure Erfahrung, Eure scheinbar nie erlahmende
Begeisterung und durch Eure Freude, diese zu teilen. Danke!“

In diesem Jahr hat sie an einer der anspruchsvollsten Etappen der geplanten Nordwestpassage von Kodiak/Alaska bis Nuuk/Grönland teilgenommen. Lassen wir uns mitnehmen auf die „Abenteuer unter Segeln“ und genießen, begleitet von Geschichten und Musik, faszinierende Impressionen von Atlantik, Pazifik und Indischen Ozean.

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1000 Meilen Wind……und mehr

Mit der TRES HOMBRES in die Karibik und zurück

26. März 2017

16:00 Uhr

Clubhaus Yacht- und Ruder-Club Attendorn YRCA

 

Die drei Eigner ( span. Tres Hombres) hatten sich auf Segelschiffen kennengelernt und entwarfen das Projekt „emissionsfreier Frachtdienst auf See“ FAIR TRANSPORT.

Den 1943 in Swinemünde gebauten Kriegsfischkutter ließen sie zur Schonerbrigg als Frachtensegler ohne Maschine umbauen. Der Maschinenraum wurde zum Frachtraum für 20 Europaletten umfunktioniert und spartanische Kojen für Crew und Mitsegler eingerichtet. Zur evtl. Unterstützung bei Hafenmanövern wird ein 26 PS starkes Dingi mitgeführt.

Der Fotograph Wolfgang Heisel hatte schon einige Segelerfahrung auf verschiedenen Schiffen gesammelt. Er lernte durch Zufall das Projekt kennen, war begeistert und heuerte als Trainee für eine Rundreise an. Acht Monate war er an Bord der TRES HOMBRES. Eine Seereise, wie zu Kolumbus’ Zeiten. Auf einem Segelschiff ohne Maschine, mit fünfzehn fremden Menschen an Bord und einem Ziel vor Augen: Fracht, die nur mit der Kraft des Windes CO2-frei nach Europa gebracht werden sollte.

In Norwegen Stockfisch abholen, in Frankreich Weinfässer aufnehmen um den Wein auf der zweimaligen Atlantiküberquerung reifen zu lassen, portugiesisches Olivenöl nach Brasilien und in die Karibik bringen von dort Kaffee, Rum und Kakaobohnen und Thunfisch von den Azoren nach Europa holen.

„1000 Meilen Wind“ erzählt eine Reise mit den Stürmen der Nordsee, zu den Traumstränden der Karibik, aber auch die Geschichten hinter der Fracht.

Vorbericht März 2017
Plakat März 2017

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3300 Meilen zu zweit durch den Nordpazifik

Mit einem 32 ft Segelboot durch den Nord-Pazifik zu den Aleuten-Inseln

29. Januar 2017

16:00 Uhr

Clubhaus Yacht- und Ruder-Club Attendorn YRCA

Stefan Thielebein, Hamburg

Im Mai 2012 bricht der begeisterte Segler Stefan Thielebein nach Japan auf und lässt sich mit einem befreundeten US-Amerikaner aus Alaska auf ein abenteuerliches Unternehmen ein. Das Ziel: Sie wollen auf der Segelyacht „Freestyle“ (einer Westsail 32) 3300 Seemeilen ohne Zwischenstopp zurücklegen und schließlich in Alaska anlegen.

Nachdem sie die Reise mehrmals verschieben müssen, weil in Japan Taifune wüten, starten die beiden Sportler am 27. Juni ihren Törn. Vor ihnen liegt ein beschwerlicher Weg mit körperlichen und seelischen Herausforderungen. Mit Bildern, Videos und Tagebuchaufzeichnung nimmt Thielebein das Publikum mit auf die reißenden Wellen des Nord-Pazifik.

Ein Auszug aus Thielebeins Tagebuch:
„Die seit gestern Abend andauernden hohen Wellen sind nervenzerfetzend. Ein Geschaukel, wie es schlimmer nicht sein kann. Schlafen geht praktisch nicht mehr und die ganze Zeit muss man sich abstützen und festhalten oder am besten festklammern.“

Mitreißend und spannend erzählt Thielebein in seinem Vortrag von den Hürden und Glücksmomenten, die ihm auf der Reise begegneten. Mit welchen Problemen und Schwierigkeiten hat man als Segler auf so einem Törn zu rechnen und wie geht man damit um? Diese und weitere Fragen beantwortet Stefan Thielebein.

Vorbericht Januar 2017
Plakat Januar 2017
 

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Unter Segeln bis ans Ende der Welt

Mit der Bark „EUROPA“ von den Kanaren bis zu der Antarktis

31. Januar 2016

16:00 Uhr

Clubhaus Yachtclub Lister YCL

Jan Christoph Athenstädt, Konstanz

„Inspiriert von Jack London, Herman Melville und Robert Louis Stevenson träumte ich von Ozeanüberquerungen und Schatzinseln, während ich als Kind in der Bretagne und in Friesland das Segeln lernte. Während Oberstufe und Studium traten dann andere Projekte in den Vordergrund, aber der Traum von der romantischen Freiheit auf See blieb.

Bis ich ihn im Anschluss an ein Studienjahr in Seattle Realität werden ließ: als Praktikant auf dem Gaffelschoner Zodiac. Mit dem Tradi-Segler-Virus infiziert trat ich, zurück in Deutschland, der Stammcrew der Brigg Roald Amundsen bei. Nach weiteren Semesterferien als Bootsmann und stellvertretender Steuermann auf dem Schoner Zodiac arbeitete ich 2012 für drei Monate auf der niederländischen Bark Europa. So erfüllte ich meinen Kindheitstraum von der Atlantiküberquerung und segelte sogar noch weiter in die Antarktis, bis ans Ende der Welt…

In diesem Vortrag berichtet Athenstädt vom Leben an Bord der „EUROPA“, den Naturschauspielen unterwegs und der einzigartigen Faszination der Antarktis. Außerdem erfahren wir alles über die Tradition der Äquatortaufe, das sagenumwobene Kap Horn und was es mit Deception Island auf sich hat.

Plakat Januar 2016

Vorbericht Januar 2016

 

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Mit dem Wind nach Spitzbergen

Cuxhaven – Lofoten – Tromsö – Spitzbergen – Bäreninsel – Lofoten

15. November 2015

16:00 Uhr

Clubhaus ASC / AYSC / WSVB

Ralf Uka, Hannover

„Wir segeln von Cuxhaven 3.430 sm in die ewige Sonne Spitzbergens und zurück zu den Lofoten. Spannende und wunderbare Bilder über unseren Kurs entlang der Hurtigroute bis rauf nach Tromsö. Wir begegnen Walen, besuchen Barents legendäre Insel Björnöya und schließlich die Entdeckung von Eis und Einsamkeit in der grandiosen Landschaft von Svalbard (Spitzbergen).

Doch so kalt und einsam ist es hier gar nicht …“

Plakat November 2015
Fahrtensegel-Vorträge Winter 2015/2016

 

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Südsee…zwischen Traum und Wirklichkeit

10.000 erlebnisreiche Meilen von Panama bis Neuseeland

08. März 2015

16:00 Uhr

Clubhaus Yacht- u. Ruder Club Attendorn

Dr. Karl-Heinz und Annette Virnich, YRCA

Beim Start 2011 in Deutschland war anfangs eine Weltumsegelung nicht unbedingt vorgesehen aber auch nicht ausgeschlossen. Die Erfahrungen des Ehepaares Virnich während ihrer Reisen im Atlantik und in der Karibik ließen im Laufe der Zeit die Sehnsucht nach ferneren Zielen wachsen. Manche frühere Reiseberichte ließen die Bewohner der pazifischen Südseeinseln als ebenso wild wie gastfreundlich erscheinen. In jedem Fall aber wurden paradiesisch schöne Insellandschaften und Unterwasserwelten beschrieben. Da sich diese Inselparadiese alle entlang der Passatroute reihen, sollte eine solche Reise auch mit kleiner Crew unter Vermeidung unnötiger Risiken und ohne erhöhte Abenteuerlust durchführbar sein. Gemäß dem Rat früherer Weltumsegler bunkerten die Virnichs in Panama fast alles, was bis Australien oder Neuseeland notwendig schien. Die eigenen noch frischen und angenehmen Erfahrungen zeigten jedoch, dass man inzwischen fast überall alles zum täglichen Leben notwendige kaufen kann, schlimmstenfalls in begrenzter Auswahl. Auch die Menschen in den entlegensten Winkel der Südsee sind in unserer Gegenwart angekommen.

Einladungen von Dorfhäuptlingen gibt es zwar noch, aber immer verbunden mit dem unverhohlenen Wunsch nach nennenswerten Geldbeträgen. Dafür werden dann die Kultur-Traditionen und rituellen Tänze geboten, die Teile ihrer Südseeträume waren.

„Aber wir haben gesehen, dass das Geld, das wir in diesen Dörfern ließen, stets den Schulen und der Infrastruktur, diese Schulen zu erreichen, zu Gute kam.“ Unverändert fanden die Virnichs aber die beschriebenen Landschaften und Unterwasserwelten vor, die alle Erwartungen der erfüllten.

Sicher war der Entschluss, sich von Panama bis Fidji der Flotte der 37 Teilnehmer der World ARC 2014 anzuschließen, für die Ehefrau des Skippers eine zusätzlich Motivation. Auch erwies es sich bei der Bewältigung der längsten Nonstop Seestrecke von über 3000 sm als angenehm, von Panama bis Bora Bora Klaus Schulte, YCL als zweites Crewmitglied an Bord zu haben.

Nach durchweg problemlosen Reisen durch die Südsee wurde die Strecke von Neukaledonien nach Neuseeland zur bisher härtesten Etappe. Die Schwierigkeit des Reviers liegt darin, dass der direkte Kurs 150° beträgt, der nördliche Teil der Strecke aber noch im Einzugsbereich des Südostpassats, der Norden von Neuseeland aber im Einzugsbereich der nordöstlich ziehenden Stürme aus der Tasmansee liegt. Zwei Wochen lang wurde die Wetterentwicklung beobachtet und mit Nachbarliegern diskutiert, jedoch konnte der Starttermin wegen des Risikos tropischer Zyklone nicht weiter länger verschoben werden.

Bei schönstem Wetter verließen sie Noumea, jedoch änderte sich bereits nach zwei Tagen die vorhergesagte Wetterlage. Ein Tief veränderte seine vorhergesagte Zugrichtung und lieferte stürmische Südostwinde für den Weg zum Norden Neuseelands. Vier Tage segelten sie hoch am Wind bei 7 bis 8 Bft, verloren aber an Höhe gegenüber ihrem Ziel. Bei nachlassendem Wind konnten sie unter Motor die durch den Sturm verlorenen 300 Meilen wieder aufholen. Belohnt wurden sie auf den letzten 80 Meilen mit schönem Segeln bei einem Westwind von „nur“ 5 Bft. Sie passierten die malerische Küste Neuseelands mit tiefen Buchen und zahlreichen Inseln und machten in Opua fest.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Gäste sind, wie immer, herzlich willkommen!

Kein Kostenbeitrag

 

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