Fahrtensegeln

Medizinische Hilfe für Sport- und Freizeitcrews auf See

Neues Angebot des „Nautischen Quartier“ Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Düsseldorf und DP07 Seefunk.

Für die notfallmedizinische Versorgung der deutschen Handelsschiffe und deutschen Seeleute an Bord ausländischer Schiffe ist das deutsche TMAS-Zentrum „Medico Cuxhaven“ zuständig. Bisher konnten Sportschiffer nur in lebensbedrohlichen medizinischen Notfällen dort Hilfe erreichen.

Mit dem Dienst „NQmed“ bringt das Düsseldorfer StartUp-Unternehmen „Nautisches Quartier“ in Zusammenarbeit mit der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Düsseldorf künftig jederzeit ärztlichen Rat und Unterstützung an Bord von Sport- und Freizeityachten.

Für die Sportschifffahrt ist nun per Seefunk (via Küstenfunkstellen), Telefon, App und Satellitenkommunikation zu Saisonbeginn ab April das „Medical Sea Desk“ (MSD) von See, im Hafen und in der Ankerbucht weltweit und rund um die Uhr erreichbar.

Während der Pilotphase zur funkärztlichen Beratung an Bord von Sport- und Freizeityachten über NQmed / Medical Sea Desk (24. April bis 30. Oktober 2016) steht allen registrierten Nutzern von DPØ7-Seefunk der Dienst über UKW-Seefunk an den deutschen Küsten während den bekannten Betriebszeiten der Küstenfunkstellen kostenfrei zur Verfügung!
Hier geht es zur Anmeldung: https://nautisches-quartier.de/nqmed/nqmed-anmeldung-fuer-dpo7-nutzer

10 FSKB-Mitglieder (ohne DP07 Registrierung) können ebenfalls an der Pilotphase teilnehmen. Es fallen lediglich die Telefonkosten an. Pro Schiff können bis zu 5 Crewmitglieder angemeldet werden.
Das Anmeldeformular kann bei naschwitz@t-online.de mit Clubangabe angefordert werden – bitte bis zum 20.06.2016 zurückschicken und wird von dort an NQmed weiter geleitet. (Dieses ist notwendig um die limitierte Zahl zu kontrollieren)

Eine Teilnahme an der Pilotphase ist interessant und wichtig, weil danach über die Weiterentwicklung (auch bezüglich der Kosten) entschieden wird.

Weitere Infos:

https://nautisches-quartier.de/
https://nautisches-quartier.de/nqmed
http://www.dp07.com/aktuelles/58-medical-sea-desk-msd.html

Fahrtensegel-Vorträge Winter 2015-2016

 

 

Jahresabschuss in Neuseeland

Unsere Weihnachtsgrüße senden wir an den YRCA und den Farhrtenseglerkreis. Unser Schiff hat nun im Laufe des Jahres 10.632 sm im Kielwasser gelassen.  Meist waren es vieltägige Reisen, seltener, aber eben auch waren es Tagestörns. Gemäß den Stunden auf See, umgerechnet in Tage, befanden wir uns insgesamt 62,5 Tage mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7,1 kn in Fahrt, davon wiederum 1410 sm, bzw 8,3 Tage oder 13,3% unter Motor. Daraus folgt, daß wir 276 Tage vom Boot aus Land und und Leute kennenlernten.     Nach einer langen Reise durch den tropischen Pazifik haben wir nun unser Reiseziel für 2014, Neuseeland, erreicht. Viele Erwartungen sind in Erfüllung gegangen, manche mußten wir korregieren, ohne darüber aber enttäuscht zu sein. Viele unserer Träume resultierten aus Abenteuerbüchern, die man als junger Mensch über die Südsee verschlungen hat, aber auch aus den Büchern von Weltumseglern, die unseren Kurs ein paar Jahre früher eingeschlagen hatten und ihre Erlebnisse in verklärten Büchern beschrieben. Alle der beschriebenen Paradiese haben wir wiedergefunden, wenngleich auch in den entlegendsten Gebieten, wo vor wenigen Jahrzehnten noch Menschen verzehrt wurden, heute deutliche Spuren der Zivilisation zu erkennen sind. Einladungen von Dorfhäuptlingen gibt es zwar noch, aber immer verbunden mit dem unverholenen Wunsch nach nennenswerten Geldbeträgen. Dafür werden dann die Kulturtraditionen und rituellen Tänze geboten, die Teil unserer Südseeträume waren. Gastgeschänke gehörten immer schon zur Tradition, für eine Kavawurzel oder ein paar Zigaretten bliebe man unwillkommen. In Französisch Polynesien erlebt man die Tradition nur noch der Shows der Hotels. So bleibt aber die Erinnerung wach, und immerhin gibt es das paradiesische Erlebnis der grandiosen Insellandschaften und Unterwasserwelten noch kostenlos. Nun glaube man nicht, daß wir dieses bedauerten. Die Menschen, die wir in diesen Welten kennenlernten, sind sicher noch genauso gastfreundlich und herzlich, wie wir erwarteten. Wir konnten uns im Vergleich zu anderen Regionen der Erde stets sicher fühlen. Aber wir empfänden es als ungeheuer vermessen, wenn man den Menschen in diesen abgelegenen Regionen unserer Erde nicht einige der grundlegensten Errungenschaften unserer Zivilisation gönnen würde. Wir haben mit Freude erlebt, daß alle Kinder, selbst auf den entlegensten Inseln Vanuatus oder Fidjis täglich zur Schule gehen und dies auch begierig gerne tun. Und wir haben gesehen, daß das Geld, das wir in diesen Dörfern ließen, stets den Schulen und der Infrastruktur, diese Schulen zu erreichen, zu Gute kam. Auf vielen Inseln gibt es elektrischen Strom nur in Form von Sonnenpaneele zum Aufladen der vielen Handies und manchmal zum Bertrieb des einzigen Fernsehgerätes, das dann im Schulgebäude zu finden war.  Auf unseren jeweiligen Reisetappen haben wir viele neue Freunde kennnengelernt, die in aller Regel die gleichen Ziele verfolgten wie wir. Manche trafen wir unerwartet auf einzelnen Inseln wieder, andere begleiteten uns über den überwiegenden Teil der gesamten Strecke. In jedem Fall war es bereichernd, die Erlebnisse auszutauschen, und oft spannend zu beobachten, wie bisweilen das gleiche Erlebnis unterschiedliche Empfindungen kann. Neuseeland war unser Ziel für 2014. Das haben wir nun erreicht, und damit sind wir wieder zurück in der gewohnten Zivilisation. Vieles ist hier, wie aus Europa gewohnt. Die Berge im Landesinneren und das Wetter erinnern sehr an Deutschland. Und wo die zerklüftete Küste am schönsten ist, ähnelt sie der schwedischen oder südnorwegischen. Einmalig sind die Wälder mit urzeitlichen Baumarten, die es nur hier in Neuseeland gibt. Wahrscheinlich bilden die Neuseeländer die internationalste Staatsgemeinschaft auf der Erde. Menschen aus allen Teilen der Erde beweisen hier, daß ein konfliktfreies Zusammenleben trotz unterschiedlichem kulturellen Hintergrund selbstverständlich sein kann. Das Jahr 2014 ist nun bald abgelaufen. Wir planen Weihnachten und den Jahreswechsel mit dem intensiveren Entdecken Neuseelands zu verbringen; und unser Ziel für Ende 2015 soll Südafrika sein.

Törnbericht aus Neuseeland 14.11.2014

Seit fünf Tagen sind wir nun in Opua, im Norden Neuseelands. Der Norden zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten, und wir werden daher noch eine Weile hier in der Umgebung der Bay of Islands and Whangareis bleiben, bevor wir noch ein wenig weiter südlich nach Auckland verholen. Die Reise von unserem letzten Ziel, Noumea in Neukaledonien hierher war die wahrscheinlich härteste, die wir bisher erleben mußten. Nachdem wir Neukaledonien mit dem Auto im Inneren und dem Schiff zu den vorgelagerten Inseln ausgiebig bereist hatten, galt es, in Noumea ein geeignetes Wetterfenster für die Route abzuwarten. Fast zwei Wochen lang analysierten wir gemeinsam mit anderen Crews 2x täglich die Gribfiles und neuseeländischen Yachtwetterberatungen, bevor die Entscheidung für einen bestimmten Abreisetermin fiel. Die Schwierigkeit des Reviers liegt darin, daß der direkte Kurs 150° beträgt, der nördliche Teil der Strecke aber noch im Einzugbereich des Südostpassats liegt; der Norden von Neuseeland aber im Einzugsbereich der nordöstlich ziehenden Stürme aus der Tasmansee liegt. Zwischen zweien solcher Tiefs in  Zwischenhoch hinein zu starten, ist die Aufgabe.  Insgesamt 12 Yachten verließen Noumea entweder am 04.11. oder wie wir am 05.11. Noumea liegt nämlich noch im Risikogebiet tropischer Cyclone, und es wurde langsam Zeit dieses Gebiet zu verlassen. Gemeinsam mit uns verließen noch drei weitere Yachten Neukaledonien. Bei schönstem Wetter verließen wir früh morgens die Marina und segelten bei etwa 4 Bft aus Südost hoch am Wind einen Südkurs. Für die erste Nacht auf See versprachen die Wetterdaten einen Ostnordost drehenden Wind. Schon der am ersten Abend folgende neue Wetterbericht offenbarte aber eine neue, völlig veränderte Wettersituation. Das Tief südlich von Fidji dachte nicht daran, wie gewöhnlich nach Osten abzuziehen, sondern verlagerte sich verstärkend nach Süden und sollte mit seinen Ausläufern starken bis stürmischen Südostwind für den gesamten Weg zum Nordkap Neuseelands liefern. Zwei der mit uns gestarteten Yachten kehrten um, wir entschieden uns mit einer weiteren Yacht zum Durchhalten, weil ja schließlich auch die tags zuvor gestarteten Yachten hindurch mußten und die Genauigkeit für Mittelfristprognosen in diesem Gebiet nicht gerade überwältigend ist. Wir hofften also auf weitere Änderungen. Noch in der Nacht wurde es ungemütlich. Insgesamt 4 Tage segelten wir bei „nur“ 28 bis 35 kn Wind aus Ostsüdost und Regen so hoch gegen an, daß noch gute Fahrt möglich war. Das Schiff wurde vom Autopiloten mit höchster Regelstufe mit Windrichtungssteuerung erstaunlich gut etwa 50° am wahren Wind gehalten und so konnte ein durchschnittlicher Kurs üG von 170° gehalten werden. Vier Tage lang verließen wir kaum den Innenraum und fühlten uns meist wie im Schleudergang einer Waschmaschine. Die Dünung kam mehr aus Süd, die Windsee mehr aus Ostsüdost, insgesamt erzeugt das Wellen von 4 bis 5 m Höhe, von denen manche in unser Cockpit einstieg. Der Strom kam ebenfalls aus Südost, was einerseits den Weg über Grund deutlich verlängerte, andererseits aber die Wellen etwas länger zog. Aus den 860 sm direkter Entfernung wurden so für uns 1150 sm. südlich vom 33. Breitengrad ließ der nach wie vor aus gleicher Richtung kommende Wind auf nur 2 bis 6 kn nach,  und die Windsee glättete sich schnell. Segeln ging nun nicht mehr, und wir starteten den Motor, um unter Maschine die verlorenen 300 sm nach Osten aufzuholen. Die Dünung war immer noch hoch, aber auf dem Schiff kaum spürbar. Etwa 36 Std. hatten wir noch Zeit, um vor dem Eintreffen des nächsten Sturmtiefs aus der Tasmansee Opua zu erreichen. Für die letzten 80 sm erwischten uns die ersten Ausläufer mit 25 kn aus West, aber das ermöglichte uns dann traumhaft schönes Segeln im glatten Wasser auf der Leeseite Neuseelands, vorbei an einer malerischen Küste mit tiefen Buchten und zahlreichen Inselchen, die etwas an Südnorwegen erinnern. Insgesamt 6 1/2 Tage waren wir auf See. Zwei Tage vor der Ankunft hatten wir erstmals seit nun mehr als drei Jahren das Bedürfnis, die Heizung laufen zu lassen. Das Klima hier auf 35° Süd ist durchaus mit dem des Mai in Deutschland zu vergleichen. Der Sommer hat hier noch nicht begonnen. Der Pazifik mißt hier nur15°C und die Temperaturen sind entspechend. Hier haben wir den Eindruck, daß jeder Neuseeländer ein Segler ist. Nie haben wir herzlichere und hilfsbereitere Menschen auf unseren Reisen kennengelernt, und obwohl zurück in der Zivilisation (die wir ja eigentlich nie völlig verlassen hatten) fühlen wir uns hier auf Anhieb wohl.

Mit besten Grüßen an den YRCA

Annette und Karl Heinz

 

Auszug aus dem Törnbericht von Karl-Heini Virnich

Anfang Juni war die Preisvergabe für die Regattastrecke von Bora Bora nach Vava’u / Tonga, die mit Zwischenstopps von einigen Tagen jeweils in Suwarrow und Niue über 1460 sm ging. Die Zeit der Ankertage an den Zwischenstopps wurde neutralisiert. Wegen der geringen Zahl der Ankerplätze vor allem in Niue wurde in zwei Etappen gestartet, am 11.05. und am 13.05., dafür aber nicht mehr in Gruppen A und B unterschieden.

Wir freuen uns nun darüber, daß Circe berechnet den zweiten Platz in der Startgruppe 2 und auch den zweiten Platz über alles gewonnen hat und für uns sehr unerwartet auch die zweitkürzeste Zeit gesegelt ist. Uns freut das besonders, weil wir ab Bora Bora nur noch zwei Personen an Bord sind und eigentlich sehr relaxed, überwiegend mit ausgebaumter Genua segelten. Nur 48 Stunden der Etappe von Suwarrow nach Niue traf es uns wie auch alle anderen Teilnehmer hart mit 30 bis 35 ktn Halbwind aus 80° bis 90° von Backbord. Hohe Wellen, die quer zur Dünung liefen, ergossen sich häufiger ins Cockpit, wenn sie genau an der Bordwand brachen. Yachten mit Achtercockpit waren naturgemäß noch unangenehmer betroffen.                                                                                                                Einer unserer härtesten Konkurrenten, die Swan 53 KATHEA war sicherlich dadurch gehandicapt, daß ihre Genua zu Bruch ging. Dafür konnte sie aber dank entsprechender Crewgröße häufiger den Gennaker fahren und es gab noch eine Genua III in Reserve. Unser Parasailor hat sich für eine 2-Manncrew als teurer Flop erwiesen, weil viel er zu aufwendig in der Handhabung ist, und wir deswegen davon absehen, ihn zu zweit zu fahren.                                                                                                                                         Natürlich freut uns auch, daß die schnelle X 615 CHIKA-LU deutlich langsamer als wir gesegelt ist, weil man anfangs die falsche Richtung wählte und zu weit nach Norden, in platt achterlichen Wind geriet.

Für den 05.09. haben wir Flüge von Noumea/Neukaledonien über Osaka nach Frankfurt gebucht. wo wir noch am gleichen Tag ankommen werden. Wir freuen uns dann nach mehr als neunmonatiger Abwesenheit auf ein Wiedersehen mit den Bekannten in Attendorn.

Mit besten Grüßen an den YRCA

Annette und Karl Heinz

 

Reisebericht Dr. Virnich 2014: St. Lucia bis Kolumbien

Reisebericht Dr. Virnich 2013

Reisebericht Dr. Eberhard Hohaus 2012

Fahrtensegelwettbewerbe

Regattasegler bewerben sich um sportlichen Lorbeer, warum nicht auch Fahrtensegler? Sie fördern dadurch das Interesse am Fahrtensegelsport und die Gemeinschaft im Club!

Ausgeschrieben werden jährlich folgende Preise:

1. Langfahrtpreis für Hochseesegler des YRCA
2. Fahrtensegelpreis YRCA
3. Langfahrtpreis für Hochseesegler am Biggesee
4. Fahrtensegelpreis Biggesee
5. Trailern und Segeln

Bewerben können sich Crewmitglieder und/oder Schiffsführer. An Bewerber/-innen werden Teilnehmerpreise vergeben. Die Wanderpreise gehen nach dreimaligem Anrecht auf den Preisträger über.

Die Vergabe der Preise 1. und 2. erfolgt während der Jahreshauptversammlung des YRCA. Die Preise 3 bis 5 werden bei einer Veranstaltung des FSKB vergeben.

Ein Antragsformular für die Fahrtenwettbewerbe YRCA und FSKB finden Sie unter Antragsformular.

Die Bewerbungsfrist für die FSKB-Fahrtensegelpreise endet am 15. Februar, Bewerbungen zu den YRCA-Preisen müssen bis zum 31. Dezember bei unserem 2. Sportwart eingereicht werden.

Ludger Schneider
Osterfeuerweg 14
57439 Attendorn

Tel.: 02722 – 5 34 78
Fax : 02722 – 93 72 89

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