Großes Starterfeld bei Waldenburg-Regatta am Biggesee

Der Yacht- und Ruder-Club Attendorn startete am vergangenen Samstag mit 26 Schiffen die Waldenburg-Regatta. Wind und Wetter waren für die Segler optimal. Bei Windstärken bis 5 Beaufort aus Süd-West hatte Wettfahrtleiter Thorsten Stoel Schwimmwestenzwang ausgehängt.  Dies nicht zuletzt durch die Beteiligung von 6 jugendlichen Mannschaften, die mit ihren 420er Jollen die Regatta als zusätzliches Praxistraining nutzten. Unterstützung kam vor und während der Regatta durch Trainer Alexander Jansen.

Um 14:50 ertönte das Vorbereitungssignal zum Start. 6 Minuten später gingen die 26 Schiffe über die Linie auf die Regattabahn. Aus der Waldenburger Bucht heraus musste die Wendemarke vor der Vogelinsel insgesamt viermal gerundet werden. Die zweite Tonne lag auf Höhe des Clubs unterhalb des Skywalk. Der Wind frischte am Nachmittag nochmals auf. Aus diesem Grund entschieden sich einige Mannschaften die Segel zu reffen, um nicht zu viel Druck im Segel zu haben.                                                                            

Die Wettfahrt war als Yardstickregatta ausgeschrieben, da verschiedene Bootsklassen am Start waren. Hiermit ist es möglich das unterschiedlich schnelle Boote gemeinsam an einer Regatta teilnehmen können. In der Gruppe der Jollen belegten Bernd Pieper und Kalli Peiffer im FD vom YRCA den ersten Platz. Zweitplatzierte waren die Jugendlichen Isabeau und Lazar Badtke, die mit ihrem 420er ebenfalls für den Attendorner Club starteten. In der Yardstickklasse bis 110 siegten Thomas Funke, Rolf Beul und Alexander Henze auf ihrer INT 806 gefolgt von Markus, Tim und Linus Hille mit ihrer Etchelles 22. In der Gruppe ab Yardstick 111 belegte Uli Wens mit der Varianta 18 den 1. und Christoph Bilsing, Cordula Bilsing und Maria Stoel mit der Bavaria 760 den 2. Platz.

Gleichzeitig war die Regatta der 2. Lauf zur Reviermeisterschaft der am See beheimateten Clubs. In der Gesamtwertung sicherte sich das Team Funke mit einer berechneten Zeit von 1:07:43 den Gesamtsieg.                                                                                                                   

 

YRCA Segler ganz vorne beim „Blauen Band von Biggesee“

Zum Saisonauftakt startete am 01. Mai das Blaue Band vom WSVB mit ingesamt 31 Schiffen. Der YRCA segelte bei sonnigem Wetter und gutem Wind auf die vordersten Plätze.                                                                                                                                                     Bei den Jollen belegte Bernd Pieper und Kalli Peiffer im FD den 2. Platz.                       In der Gruppe bis YS 110 siegte Markus, Linus und Tim Hille auf Etchell.                        Uli Wens war der Erstplatzierte in der Gruppe ab YS 111 auf seiner Varianta 18.

Herzlichen Glückwunsch zu diesen hervorragenden Ergebnissen!

YRCA – Segler im Päckchen

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Saisonauftakt bei Bilderbuchwetter

Sensationelle Stimmung – Super Beteiligung – So kann es bleiben!

Circe vor Brasilien mit Pech unterwegs

Vor der brasilianischen Küste sind Annette und Karl-Heinz Virnich zwischen Fortaleza und Französisch Guayana vom Pech verfolgt und erleben ohne Strom eine kritische Zeit.

Hier ein Auszug aus Ihrem Törnbericht:                                                                                     Liebe YRCA Freunde

Seit dem wir uns etwa 1500 sm von Kapstadt entfernt hatten, bleibt das Pech an uns kleben. Zuerst fiel der Generator aus, und in Fortaleza hatte sich dann herausgestellt, daß die Isolierung des 230 V A/C Teils schwach geworden war und der Generator nur noch 180 V liefert, womit er aber nicht laufen kann. Strom müssen wir seit dem mit der Lichtmaschine des Hauptmotors erzeugen.                                                                                      In Fortaleza ging plötzlich der Elektromotor der Kühlwasserpumpe für die Klimaanlage nicht mehr, und seit dem müssen wir nun schwitzen. Nicht tragisch. Wir haben dort aber mit einem Gehilfen aus sieben je 50 ltr Kanistern Diesel gebunkert. Dabei hat der bezahlte Tankgehilfe beim letzten Kanister den Schlauch nicht schnell genug aus dem Stutzen gezogen und ganz schön gekleckert. Er übernahm sofort die Aufgabe, die Tankdeckel zu verschließen, während ich unter Deck sprang, um Papier zum Aufsaugen zu holen. Nach dem Augenschein waren die Tankdeckel auch schön verschlossen, und so spülte ich das Deck nochmal mit dem Deckwaschschlauch. Nach 35 Std. auf See  ging plötzlich der Motor während des Batterieladevorgangs aus. Bei der Fehlersuche stellte ich dann fest, daß die Filter eigentlich nur noch Wasser enthielten. An Deck erkannte ich dann bei Lage, daß Diesel aus den Stutzen und Seewasser hineinfloss. Keine Chance mehr zum Batterieladen, und mit Autopilot und normalem Verbrauch nicht mal mehr für für 20 Std. elektrische Energie. Allerdings hatten wir noch 800 sm vor uns bis zum nächsten Hafen Degrad des Cannes in Französisch Guayana. Es wurden sofort die Kühlschränke ausgestellt und stur von Hand gesteuert. Nach weiteren 24 Stunden wurden die Batterien so schwach, daß wir den gesamten Strom abstellten, um die letzten Reserven für die Kommunikation zu sparen. Wir steuerten mit sturem Blick auf den Kompass in anderthalb bis zwei stündigen Wachen, nachts mit Hilfe einer Kopflampe. Auch die Navigationsgeräte hatten keinen Strom mehr. Den Standort bestimmten wir mit einem kleinen Hand GPS und den Kurs durch Koppeln in der Karte. Fünf Tage und Nächte quälten wir nur unter der Genua vorwärts. Der Strom reichte nicht mehr für die Hydraulik zum Ein- und Ausrollen des Großsegels. Der hydraulische Roller der Genua wurde mit der Handkurbel bedient und die Winsch sowieso. Nun hatten wir ein echtes Abenteuer, wie wir es eigentlich vermeiden wollten. Alles gibt es zweimal an Bord, aber ohne Strom ist es wie in den Zeiten von Columbus.                                                                                                                                        Zweimal waren wir beide so erschöpft, daß wir für ein paar Stunden nachts beigedreht hatten. Selbst bei zweieinhalb Meter Welle waren wir erstaunt, daß das Schiff beigedreht tatsächlich so ruhig wie in einer Ankerbucht liegt. Wir befanden uns außerhalb von Schifffahrtswegen. Ohne Beleuchtung, Radar und AIS war es doch schon ganz schön mulmig und alle 30 Minuten klingelte der Küchenwecker. Ein Alptraum war Wirklichkeit geworden.                                                                                                                                           Immerhin gelang uns noch über Satellit, die World Crusing Organisation in England um Hilfe zu bitten. Sie sollten uns einen geeigneten Hafen nennen und möglichst eine Schlepphilfe organisieren, denn der Hafen hier liegt 6 sm stromaufwärts eines Flusses. Vor der Mündung gab es 2 kn Meeresstrom und keinen Wind. Für die letzten 12 sm benötigten wir mit Strom 4 Stunden. Die französische Marine kam mit einem 25 m langen Marineschlepper, der uns von unserer Treibposition aufpickte und 2 Stunden lang zurück in den Fluss und an den Liegeplatz schleppte. Es gibt hier sogar eine richtige Marina mit Wasser und Landstrom, die einzige in Französisch Guayana. Bei Tageslicht erkannten wir, daß es sich dabei eher um einen Schiffsfriedhof von finanziell gestrandeten französischen Seglern handelt. Wir waren jedenfalls froh, erlöst zu sein, und auch wieder elektrischen Strom an Bord zu haben.                                                                                                                       Von unterwegs hatten wir schon einen Monteur von Volvo angefordert, der mit neuer Einspritzanlage einfliegen sollte. Zwei Tage hatten wir benötigt, um mit der Hilfe der französischen Seenotrettungsgesellschaft eine Firma ausfindig zu machen, die unsere Tanks leer pumpen konnte. Die Inhaberin eines Anglerladens half dann zu organisieren, daß uns ein Lotsenboot vom Schwimmsteg der Marina an den Kai des Handelshafens verholte. Da wurden die Tanks leer gepumpt und neuer Kraftstoff angeliefert. Das Lotsenboot brachte uns wieder zurück an den Steg. Es gibt hier zwar auch Dieselspezialisten, aber bei elektronisch gesteuerte Common Rail Diesel, winken sie sofort ab. Ersatzteile gibt schon gar keine. Der Monteur hatte inzwischen eine neue Hochdruckpumpe und neue Sensoren eingebaut. Angeblich, mangels Beschaffbarkeit, hatte er keine neuen Injektordüsen dabei. Sein Optimismus, den Motor auch neue Düsen mit Hilfe von Additiven in Gang zu setzten zu können, ging nicht in Erfüllung. So flog er wieder nach Hause und kam gestern mit den Düsen wieder. Die sind nun eingebaut, der Motor läuft prima, und morgen planen wir Richtung St. Lucia weiterzusegeln. Dort wird eine Grundreinigung der CIRCE vorgenommen und die Klimaanlage repariert. Die Grundreinigung ist notwendig, weil wir neben einem Zementwerk liegen, die uns heftig einstaubt. Der Generator wird in Sint Maarten repariert. Wenn dieser zwischenzeitlich gelaufen hätte, wäre der Motor ebenfalls von dem Wasser im Diesel zum Stillstand gebracht worden.

Wir hoffen jedenfalls, daß unsere Pechsträhne nun ein Ende hat und verbleiben mit

Besten Grüßen

Annette und Karl Heinz

Winterwanderung bei strahlendem Sonnenschein

IMG-20160227-WA003Für das Protokoll: Es war wunderschön!